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Die schnellste Johannisbeertarte der Welt

Maria / Redakteurin / Eifel

Für mich steht fast kein Beerenobst so sehr für Sommer wie Johannisbeeren. Erinnerungen an glückliche, warme Ferientage im Garten meiner Oma, mit nackten Füßen über das frischgemähte Graslaufen und sich an den riesigen Johannisbeersträuchern den Bauch vollschlagen. Und trotz vieler kleiner Kinderhände und rotverschmierter Münder blieben immer noch genug Johannisbeeren übrig, damit Oma daraus zahllose Gläser Marmelade für den Winter einkochen konnte. 

Mit eigenen Johannisbeeren kann ich dieses Jahr noch nicht aufwarten, aber immerhin habe ich das letztjährige Kartoffelfeld für insgesamt sechs rote, schwarze und gelbe Johannisbeersträucher freigegeben (beim Ausbuddeln letzte Jahr muss ich allerdings drei Kartoffel in der Erde übersehen haben, die fleißig ausgetrieben sind, also gibt es dieses Jahr vielleicht auch einmal Kartoffeln aus eigener Ernte). Zum Glück bekommen wir aber einmal wöchentlich ein Biokiste von einem nahegelegenen Biobauernhofe geliefert und diesen Freitag fand sich darin eine große Schale voller roter, knackiger Johannisbeeren. Das mühselige Abpulen hab ich durch den Gabeltrick in wenigen Minuten erledigt, den Kindern waren sie zum Glück ein bisschen zu sauer zum einfache Wegnaschen, und so konnte ich die schnellste Johannisbeertarte der Welt machen. Zugegenermaßen nicht das, was unter ausgewogenes, gesunden Essen fällt, aber zum Sonntagnachmittag einfach perfekt.
2 Eier, 220g Zucker, 75g geschmolzene Butter und einen Schuss Vanilleextrakt schaumig rühren, 150g Mehl und 1TL Backpulver mischen und unterrühren, in eine Tarteform füllen und 200g Johannisbeeren obendrauf - und schon geht es bei 180° gut 30 Minuten in den Ofen. Zack, fertig. So schnell kann sich unerwarteter Besuch gar nicht ankündigen, wie die Tarte fertig auf dem Tisch steht. Unser Kleinster hat ganze drei Stück verputzt und der Große hat sich über Naturjoghurt mit gesüßten Johannisbeeren zum Abendessen gefreut. So einfach geht Sommerglück.