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Essen und Sport, meine Erfahrungen bislang...

Moritz / Schauspieler / Köln

 

Mit vollem Bauch mache ich nicht gerne Sport. Das geht es sicher den meisten Menschen so.

Ist auch nicht schlimm.

Im Gegenteil.

Erstens wird man schwerfälliger, wenn man kurz vor dem Sport viel isst, und zweitens kann man gerade, wenn der Körper leergelaufen ist, die Fettreserven gut anzapfen.

 

Morgens ist das nicht so schwer. Raus aus dem Bett, 500ml Wasser trinken, einen Kaffee ohne alles, fertig machen und los.

Laufen, Krafttraining, Radeln – was auch immer ansteht.

 

So sehr Sport am Morgen empfohlen wird, und so gut es mir danach auch geht: Mit dem Rad zur Arbeit, dass macht noch Laune.

Aber einfach Sport machen? Das mag ich morgens meist nicht.

Ich arbeite aber dran und es kommt inzwischen häufiger vor.

 

 

Also fangen wir mal damit an, was ich esse und trinke, wenn ich morgens Sport mache.

Vor dem Sport, eine gute Menge Wasser, rund 500ml.

Danach warte ich noch etwas, bevor es losgeht. Meist mit einem Kaffee.

Da ich nicht auf maximale Leistung gehe mit meinen Sporteinheiten – warum auch beim Training? – brauche ich vorher nicht zu essen. Ausserdem verbrennt der Körper Fett, wenn er nichts anderes hat. Und das ist ja auch gut so.

 

Wenn die Einheit des Tages aus Laufen oder Radfahren besteht, trinke ich nach dem Sport 200ml Buttermilch, und dehne mich erst danach. Dann 500ml Wasser und ab unter die Dusche, rein in die Klamotten und erst dann einen Kaffee mit Milch und meine Getreideflocken mit Joghurt, Obst und etwas Milch (an vegangen Tagen mit Sojaprodukten).

 

Wenn ich Kraftsport gemacht habe, gibt es auch die Buttermilch und 500ml Wasser. Dann aber nach dem Duschen oft 2 Eier und 200g Kartoffeln. Das Eiweiß in den Eiern wird in Kombination mit Kartoffeln sehr gut aufgenommen. Und Eiweiß braucht es ja bekanntlich für den Muskelaufbau.

 

Mit Kaffee warte ich nach dem Sport immer mindestens 30 Minuten, was mir nicht leicht fällt. Aber der Körper verbrennt nach dem Sport ja noch eine Weile weiter und das kann man nutzen. Wenn allerdings Koffein ins Spiel kommt, wird Adrenalin ausgeschüttet – wie mir erklärt wurde. Das versetzt den Körper in Alarmbereitschaft. Und das wiederum verhindert die Fettverbrennung.

Nach dem Motto: Stress für den Körper (Alarmbereitschaft) ist gleich Sicherheitsbedürfnis für den Körper - macht Fettreserven für den Notfall lieber nicht preisgeben.

Klingt logisch, habe ich also für mich übernommen. Und so warte ich mit dem Kaffee schweren Herzens eine Weile.

 

Meist mache ich aber abends meinen Sport. Wasser ist dann natürlich in gleichen Mengen im Spiel. Ich plane den Tag dann so, dass ich vor dem Sport mindestens drei Stunden nichts gegessen habe.

Nach den Einheiten gibt es dann wieder 200ml Buttermilch. Und im Anschluss warte ich noch mindestens eine Stunde mit dem Essen, damit der Körper schön an den Reserven auftankt und nicht an meinem Magen- oder Darminhalt.

Nach kraftsportlastigen Einheiten sehe ich dann zu, dass ich genügend Eiweiß zu mir nehme, auch hier dem möglichst guten Muskelaufbau geschuldet. Für mich meist Tofu und anderes aus Soja, oder Eier natürlich, gerne auch Linsen, Bohnen und so weiter. Manchmal auch mageres Fleisch oder magerer Fisch. Aber ich sehe zu, dass ich nicht mehr wie früher täglich Fleisch esse. 2-3 mal in der Woche vielleicht, wenn es hoch kommt. In welchem Gemüse noch viel Eiweiß steckt lässt sich im Netz leicht herausfinden. Kresse, Pilze, Spinat etc. 

 

Aber auch nach Kraftsport fehlt nie der Kohlenhydratanteil. In all meinen Mahlzeiten sind Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate ausgewogen vorhanden.

Nach dem Kraftsport ist das Essen aber eben etwas eiweißhaltiger als sonst.

Eiweißpulver habe ich nicht auf meinem Plan stehen. Bei einer ausgewogenen Ernährung bekomme ich genug Eiweiß, ein Übermaß würde ausgeschieden und hilft nicht weiter. 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht und Tag wir empfohlen. Das hat man schneller drin als man meint. 

 

Also im Grunde sind es einige sehr einfache Regeln, dich ich mir zu Herzen genommen habe:

Gerne mit leerem Magen trainieren.

Genug trinken.

Eiweiß im Anschluss an den Sport.

Kaffeepause von mindestens 30 Minuten nach dem Sport.

 

Ausnahmen gibt es aber doch. Wenn ich ab und an eine lange Runde drehe, sei es walken, laufen oder radeln, dann sorge ich dafür dass ich genügend Kohlenhydrate auch im Vorfeld zu mir nehme. Das kommt so alle ein zwei Wochen vor, dann bin ich mal 2 Stunden unterwegs oder mehr. Und natürlich beim Wandern, Radwandern und so weiter ... Nicht, dass ich schlapp mache oder schlimmeres.

 

Bislang habe ich damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Gerade jetzt, wo es mir um das Halten des Gewichts geht, kommt mir der Muskelaufbau sehr zugute. Aber auch um Gewicht zu verlieren ist der Aufbau von Muskulatur das A und O.

Muskelaufbau bleibt also vorerst weiter im Vordergrund. Auch im Bezug auf die Ernährung rund um den Sport.

 

Nur eines ist mir noch wichtiger: Es muss mir schmecken. Soviel Belohnung muss sein.