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Spinatlasagne mit Tomaten

Maria / Redakteurin / Eifel

Am Wochenende nehme ich mir Zeit zum Kochen. Unter der Woche koche ich mittags meist für mich alleine, da muss es schnell gehen und oft schnippel ich mir einfach Gemüse aus der Biokiste in die Pfanne und koche dazu Reis, Nudeln oder Kartoffeln. Aber am Wochenende möchte ich mir die Zeit zum Kochen nehmen und etwas leckeres für die ganze Familie zaubern. Am liebsten bin ich dabei ganz alleine in der Küche, höre Klassikradio und zelebriere das langsame Kochen. Letzten Freitag hatten wir jeweils ein ganzes Kilo Spinat und Tomaten in der Biokiste, also dachte ich mir, es wäre mal wieder an der Zeit für eine Lasagne. Die etwas gesündere Version ohne Fleisch und Käse. Und weil das wirklich lecker war und alle mehr als satt geworden sind, teile ich das Rezept mit euch.

Zutaten für 5-6 Personen

 

  • 300g Lasagneblätter
  • 1 kg frischer Spinat
  • 1,5 kg Tomaten
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 90 g Butter
  • 90 g Mehl
  • 1 l fettarme Milch
  • 3 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Zimt, Basilikum

Als erstes die Tomaten mit kochendem Wasser übergießen und kurz stehenlassen. Danach die Haut abziehen (das geht ganz einfach: entweder sind die Tomaten sowieso schon aufgeplatzt, oder man ritzt sie mit einem kleinen Gemüsemesser kurz ein und kann dann die Haut ganz leicht entfernen). Dann die Tomaten in kleine Stücke schneiden und beiseite stellen. Das Häuten der Tomaten ist zwar eine etwas rutschige und zeitaufwendige Angelegenheit, aber die extra Mühe für die Tomatensauce lohnt sich auf jeden Fall.

Die Zwiebel und die Knoblauchzehen klein hacken und in einem Topf mit Olivenöl vorsichtig anschwitzen. Danach die kleingeschnittenen Tomaten dazugeben und alles vorsichtig ca. 10 Minuten einköcheln lassen. Im Anschluss vom Herd nehmen und mit Salz, Pfeffer, Zimt und Muskatnuss würzen. Frisches oder tiefgefrorenes Basilikum dazu, Deckel drauf und beiseite stellen.

Den Spinat putzen, waschen und in einem großen Topf mit ganz wenig Wasser nach und nach zusammenfallen lassen. Ein Kilogramm frischer Spinat ist wirklich viel. Meine ganze große Spüle war voll mit knackigen Spinatblättern. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie wenig davon am Ende übrig bleibt, wenn die Blätter erhitzt werden und in sich zusammenfallen. Danach den Spinat mit einem großen Messer vorsichtig klein schneiden.

Für die Bechamelsoße die Butter in einem Topf schmelzen, das Mehl nach und nach einsieben und wenige Minuten anschwitzen. Danach vorsichtig die Milch dazugießen, immer wieder umrühren und kurz aufkochen lassen. Im Anschluss mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Zimt würzen und vom Herd nehmen. 
Jetzt hat man alle Bausteine für die Lasagne fertig, kann den Ofen auf 180 vorheizen und damit beginnen, die Lasagne zu stapeln.

Den Boden einer Auflaufform gegebenenfalls mit ganz wenig Butter oder Öl ein wenig einfetten, dann zuerst eine Lage Lasagneblätter darauf verteilen und mit der Tomatensauce bedecken. Den Spinat gleichmäßig darüber geben und mit Bechamelsauce begießen. Danach wieder eine Lage Lasagneblätter und so weiter. In meine Auflaufform haben drei komplette Lagen mit allen Zutaten gepasst. Den Abschluss bildet eine Schicht Bechamelsauce.

Das Ganze kommt bei 180 Grad Umluft oder 200 Grad Ober- und Unterhitze für 30-40 in den Ofen auf die mittlere Schiene bis sich eine schöne Kruste gebildet hat. 

Schnell den Tisch gedeckt, die Familie zusammengerufen und dann darf man es sich schmecken lassen. Das "fehlende" Hackfleisch und der fehlende Käse tun dem kulinarischen Genuss keinen Abbruch, aber wer auf die Kalorien achtet, darf sich freuen. Je nach Portionsgröße bleibt man nämlich bei 400-500 kcal und satt und glücklich ist man trotzdem.

Und weil die Lasagne wirklich lecker war und ratzefatz weggeputzt wurde, habe ich komplett vergessen, ein Foto von der fertigen Lasagne zu machen - bis es zu spät war. Aber manchmal ist der Genuss des "realen" Moments auch viel wichtiger als die perfekte online-Dokumentation. Und gemeinsame Familienmahlzeiten an einem großen Holztisch ohne Stress oder Termindruck gehören für mich auf jeden Fall zu den Dingen, die ich genieße und die die Familie zusammenbringen. Und wenn ich vorher ganz in Ruhe kochen konnte und ein bisschen Zeit für mich hatte, dann kann ich auch ganz gelassen darüber hinwegsehen, dass das große Kind penibel jedes einzelne Fitzelchen Spinat wieder herauspickt und das kleine Kind mit so großem Eifer isst, dass selbst Garfield neidisch wäre. Es aber danach im Umkreis von einem Meter so aussieht, als wäre jemand mit Anlauf direkt in die Lasagne vom Drei-Meter-Turm gesprungen. So macht Essen Spaß.